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Amblyopie

Normalerweise werden die Bilder, die beide Augen an das Gehirn senden, gleichmäßig verarbeitet. Dies ist eine der Voraussetzungen für optimales Sehen.

Im Kindesalter kommt es jedoch manchmal vor, dass das Gehirn ein Auge bevorzugt, weil es ein schärferes Bild liefert. Die Folge: Das Gehirn vernachlässigt die Bilder, die von dem anderen Auge kommen und das Sehen entwickelt sich nicht richtig. Dieses Problem wird Schwachsichtigkeit genannt. Der medizinische Fachbegriff für Schwachsichtigkeit lautet Amblyopie.

Das sogenannte Amblyopie-Screening, durchgeführt von Ihrem Augenarzt, ist eine sinnvolle individuelle Gesundheitsleistung.

Ursachen

Die häufigste Ursache ist das Schielen (Strabismus). Bei etwa 60 bis 70 % der schielenden Kinder entwickelt sich eine Amblyopie – aber nur bei 2 % der Kinder, die nicht schielen.

Ein weiterer häufiger Grund für eine Amblyopie sind sogenannte Brechungsfehler. Sie führen dazu, dass das Bild auf der Netzhaut eines Auges unscharf ist. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Brechungsfehlern:

  • Kurzsichtigkeit
  • Weitsichtigkeit
  • Astigmatismus - das Auge nimmt alles unscharf wahr, weil die  Linse oder  die  Hornhaut verformt ist. Häufig spricht man daher auch von Hornhautverkrümmung.

Eine Schwachsichtigkeit wird eher selten durch Augenerkrankungen ausgelöst. Dazu gehören zum Beispiel die    Trübungen der brechenden Medien,ein hängendes Augenlid (Ptosis) oder das Fehlen einer Augenlinse (Aphakie).

Symptome

Weil das Kind mit dem einen Auge den Ausfall des anderen Auges kompensiert, wird eine Amblyopie oft recht spät oder gar nicht erkannt. Manchmal fällt ein Defizit im räumlichen Sehen auf, beispielsweise durch eine Ungeschicklichkeit beim Ballspielen oder durch häufiges Umstoßen des Trinkglases. Da kleine Augenfehlstellungen, sogenanntes Mikroschielen, oder  Brechungsfehler häufig nicht offensichtlich sind, sollte selbst bei Kindern ohne Symptome im Alter zwischen zwei und drei Jahren eine augenärztliche Basisuntersuchung durchgeführt werden.

Therapie

  • Voll- bzw. Teilzeitokklusion Okklusionstherapie  - Das gesunde Auge wird mit einem Augenpflaster zeitweise abgeklebt, damit das schwachsichtige Auge zur Funktion „gezwungen“ wird. Zusätzlich verordnen Augenärzte meist pleoptische Übungen, die dazu dienen, das schwache Auge gezielt zu schulen und zu trainieren. Tätigkeiten auszuüben, die zwar das Auge fordern, jedoch (hinsichtlich der schlechteren Sehschärfe) ungefährlich sind.
  • Penalisation (Herabsetzen der Sehschärfe des besseren Auges durch ein spezielles Brillenglas und/oder Augentropfen)
  • Atropinisierung (Akkomodationslähmung des gesunden Auges durch Atropintropfen)
  • Beseitigung von Sehhindernissen, z. B. Katarakt (Grauer Star)
  • Korrektion von Refraktionsanomalien (Brechungsfehler) mit einer Brille oder Kontaktlinse


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